Di, 28.08.: MTB – Kanzelkogel

Bis jetzt habe ich noch keine MTB-Runde gebloggt – bis jetzt…

Mein Mountainbike habe ich vor zweieinhalb Jahren von meinem Mann geschenkt bekommen, genauso lange standen unsere Bikes mehr oder weniger ungenutzt in der Wohnung herum. Nach meinem Bandscheibenvorfall war dann allerdings alles anders – mein Orthopäde meinte, ich solle erstmal statt Laufen Mountainbiken. Tja, Lust hatte ich keine allzu große, denn generell zählt Radfahren nicht so zu meinen Stärken, aber ausprobiert hab‘ ich es trotzdem. Tat auch ganz gut, auch wenn ich nicht sooo begeistert war, wie vom Trailrunning. Seit Juli ist’s trotzdem fixer Bestandteil meines Trainings.

Heute Mittag erhielt ich eine Mail vom legendären Gripmaster, der mir noch einen Lauf schuldet. Bereits im Frühjahr wollten wir gemeinsam auf den Kärntner Pyramidenkogel rauflaufen, aber das Wetter und Terminschwierigkeiten machten uns einen Strich durch die Rechnung. Demnächst ist er wieder in Kärnten und ich würde ja so unendlich gern den Lauf einlösen, aber ich kann ja nicht.

Ziemlich gefrustet von der Situation schwang ich mich heute Nachmittag also aufs Rad. Eigentlich wollte ich die Standardroute nehmen – die Hügelkette im Westen, aber irgendwie zog es mich magisch in den Norden. Ohne groß nachzudenken landete ich bei meiner Trainingsstrecke für den Erzberglauf, den ich rückenbedingt ebenso absagen musste, wie den Lauf mit Gripmaster. Etwas irritiert war ich von der Anstrengung – laufend kam ich da doch wesentlich leichter rauf?!

Ich radelte also stur den Kanzelkogel rauf, nahm aber oben extra eine andere Abzweigung und befand mich im wohl ruhigsten Wald des Stadtrandgebiets! Yippie, endlich mal keine anderen Mountainbiker, Wanderer, Spaziergänger oder sonstige Wegversperrer – nur ich und die Natur.
Da machte es Klick! Ich ertappte mich beim selben Grinsen, das mir bislang nur bei meinen heißgeliebten Läufen über die Lippen huschte. Das war’s! Kühler, würzig duftender Wald, keine Menschen, Strecke nicht so anspruchsvoll wurzelig, dass genug Spielraum für Seitenblicke bleibt und diese Vielfalt – Forstweg mit feinem und groben Schotter, Sand, Waldweg, Singletrail und sehr verdutzte, schwarz gelackte Kühe am Waldrand. 🙂 Endlich, endlich „laufe“ ich wieder richtig rund innendrin.

Zwei schöne Stunden (ca. 45min davon für den Weg aus der Stadt raus und retour) war ich unterwegs, mit vielen Abzweigungen im Kopf, die ich das nächste Mal mit mehr Zeit, abfahren werde.

MTB – die Liebe auf den zweiten Blick!

PS: Leider nur mieses Handyfoto

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